Wizard · VO (EU) 2024/1689

KI-VO-Risikoklassifikator

Strukturierte Klassifikation eines konkret eingesetzten KI-Systems nach der Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-VO). Der Wizard prüft verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme, General-Purpose-AI und Transparenzpflichten und liefert einen Pflichtenkatalog für die Rolle als Anbieter oder Betreiber.

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Was der Wizard prüft

Die KI-VO sieht eine risikobasierte Regulierung vor. Der Wizard arbeitet die folgenden Stufen in der Reihenfolge der Verordnung ab:

  1. Verbotene Praktiken nach Art. 5 KI-VO (anwendbar seit 02.02.2025) – z. B. soziales Scoring durch öffentliche Stellen, manipulative Techniken zur erheblichen Verhaltensbeeinflussung, biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung im öffentlichen Raum.
  2. Hochrisiko-System nach Art. 6 KI-VO mit gestaffeltem Geltungsbeginn nach Art. 113 KI-VO: Anhang III-Systeme (Art. 6 Abs. 2; Bereiche wie Bildung, Beschäftigung, Zugang zu wesentlichen Diensten, Strafverfolgung, Migrationskontrolle) sind ab 02.08.2026 anwendbar; Anhang I-Systeme (Art. 6 Abs. 1; Sicherheitskomponenten von Produkten unter Harmonisierungsrechtsakten) erst ab 02.08.2027.
  3. General-Purpose AI (GPAI) nach Art. 51 ff. KI-VO – mit oder ohne systemisches Risiko, eigene Pflichtenkette für GPAI-Modelle (Modellkarten, Trainingsdaten-Zusammenfassung).
  4. Transparenzpflichten nach Art. 50 KI-VO – Kennzeichnung von Chatbots, Offenlegung KI-generierter Inhalte (insbesondere Deepfakes), Hinweis auf Emotionserkennung oder biometrische Kategorisierung.
  5. Rolle und Pflichtenkatalog: Zuordnung als Anbieter, Betreiber, Importeur oder Händler mit jeweiligem Pflichtenkatalog; Schnittstelle zu Art. 22 und Art. 35 DSGVO sowie zur Pflicht zur KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO (anwendbar seit 02.02.2025).
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Bedienung in fünf Minuten

  1. KI-System beschreiben: Tragen Sie Zweck, Domäne und – soweit bekannt – Trainingsdatenquelle ein.
  2. Rolle wählen: Anbieter (in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen unter eigenem Namen) oder Betreiber (Verwendung in eigener Verantwortung).
  3. Prüfschritte 1–4 abarbeiten: Verbotene Praktiken, Hochrisiko-Anhänge, GPAI-Eigenschaft und Transparenzpflichten in dieser Reihenfolge.
  4. Ergebnis lesen: Der Wizard gibt die Klassifikation aus (verboten / Hochrisiko / GPAI / Transparenzpflicht / minimal) und blendet die einschlägigen Schnittstellen zur DSGVO ein.
  5. Pflichtenkatalog drucken: Klick auf „Druckansicht" erzeugt einen Pflichtenkatalog mit Fristen, der als Anlage zur Akte oder zum DSFA-Vorgang geeignet ist.

Datenverarbeitung: Sämtliche Eingaben werden ausschließlich lokal im Browser verarbeitet (localStorage für Wiederaufnahme, kein Server-Roundtrip). Es findet keine Übermittlung an Anbieter, Tracker oder Analyse-Dienste statt.

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Wizard starten

Interaktive Hilfe – KI-VO-Risikoklassifikator

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Rechts- und Quellenrahmen

  • Art. 5 KI-VO (verbotene Praktiken, anwendbar seit 02.02.2025)
  • Art. 6 Abs. 2 KI-VO i. V. m. Anhang III KI-VO (Hochrisiko-Systeme, anwendbar ab 02.08.2026)
  • Art. 6 Abs. 1 KI-VO i. V. m. Anhang I KI-VO (Hochrisiko-Systeme als Sicherheitskomponenten, anwendbar ab 02.08.2027 nach Art. 113 KI-VO)
  • Art. 50 KI-VO (Transparenzpflichten)
  • Art. 51 ff. KI-VO (General-Purpose AI)
  • Art. 73 KI-VO (Meldepflicht bei schweren Vorfällen)
  • Art. 4 KI-VO (KI-Kompetenz, anwendbar seit 02.02.2025)
  • Verhältnis zu Art. 22 und Art. 35 DSGVO
  • Vertiefende Themenseite: KI-Governance an Hochschulen

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